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Hockey Skiausfahrt 2019

„Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt“, wer kennt sie nicht, diese wunderschöne alte Weiße? Aber in Hockeykreisen werden im Märzen die Feld- gegen die Hallenschläger ausgetauscht UND natürlich noch einmal die Skier aus dem Keller geholt, um bei der traditionellen Skiausfahrt die Wintersaison im Schlössle im Kleinwalsertal ausklingen zu lassen.

 

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Daher haben sich nach den Ausfahrten 2017 und 2018 auch wieder viele Heilbronner Hockeyfamilien für die 2019er Ausfahrt angemeldet, um bunt gemischt von Minis, Knaben und Mädchen C, B und A bis zu einigen ehemaligen Hockeygrößen ins Tal der Täler zu fahren. Eventuell war die Euphorie der ersten Jahre etwas durch die sehr interessanten Wetterverhältnisse der letzten beiden Jahre ein wenig verflogen und auch Terminüberschneidungen einiger bewährten Teilnehmer trug zur schleppenden Anmeldung bei. Daher war die etwas familiäre Gruppe mit 59 Personen im Neubau des Gebäudes kuschelig beieinander und durch die Verstärkung der Mannheimer Fraktion des TSV konnten wir diesen Teil Gebäudes auch für uns alleine bewohnen.

 

So machten wir uns alle am Freitagnachmittag nach Schule und Arbeit auf den Weg ins Kleinwalsertal, reihten uns im freitäglichen Verkehr ein und kamen teilweise im Schritttempo und von einem zum nächsten Stau, im Schlössle an. Ab 17.00 Uhr begann das bunte Treiben, die Zimmer wurden belegt, Betten gemacht und die Vorfreude auf zwei Nächte der Jungs in der Räuberhöhle gingen in Erfüllung. Auch T aus HN, einer der vielen alleinreisenden Väter, freute sich auf eine attraktive und ruhige Zimmergenossin und sah diesen Wunsch in Jochen mehr als erfüllt.

Schon vor dem Essen wurden alte Heldengeschichten erzählt und man war gespannt, ob nach einem Jahr mit viel Regen und einem mit Liftausfällen, dieses Mal Tiefschneehänge bei blauem Himmel warten würden.

19:24 Uhr Hirschegg Kleinwalsertal: es ist angerichtet! Zur Freude der Kinder gibt es Spaghetti Bolognese. Nach dem Essen galt es noch einige offenen Fragen zu klären. Wo gehen wir morgen Skifahren? Wann gibt es Frühstück? Wer darf Abspülen? Wo steht das kalte Bier? Wann ist eigentlich Bettruhe? Und warum sprechen einige so komisch?

Nun mischte sich die Hüttengesellschaft und es wurde eifrig geplaudert, gespielt, viel gelacht und natürlich Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. Die Jugendherbergsathomosphäre wirkte auf alle sehr beruhigend und die Raubtierfütterung mit Chips, Flips und viel Schokolade verlief erstaunlich ruhig. Die Kinder vergnügten sich zumeist unauffällig im ganzen Haus und damit konnten sie den Abend auch lange genießen. Und natürlich ist der mitternächtliche Einhornbesuch inklusive Eisbärenobereinhorn schon Tradition und sitzfleischtechnisch sind die Mädchen A und die zugehörigen feierfreudigen Eltern auf höchstem HBW Niveau.

 

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Die beschauliche Ruhe der Nacht wich schon lange vor der offiziellen Frühstückszeit. Einige konnten sich vor Spannung nicht mehr in den Betten halten, denn es war klar, heute gilt wieder die Ansage: „Raus aus der Komfortzone!!!“ Denn nur so ist auch für Nicht-Profis das herausfordernde Gelände zu bewältigen. Es bildeten sich unterschiedlichste Skigruppen, die Jungs der Altersklasse A und B hatten mega Spaß alleine im Skigebiet unterwegs zu sein und über jeden nur vermeintlichen Buckel zu schanzen. Die High Performing Daddies, genossen ihre neu errungene Freiheit und dies nicht nur auf der Piste ?. Der Familienskikurs mit Skilehrerin S, der ehemaligen Altinternationalen des bulgarischen Hockeyverbandes, eroberte sich einen steilen Abhang nach dem anderen und nur Spötter reden von den „Cappuccino Tours“.

Um es hier für den Moment einmal ganz deutlich zu betonen, das alles bei wunderschönem Wetter und für die Jahreszeit hervorragendem Schnee! Und alle Lifte waren in Betrieb, Liftspuren bis zum Ende des Wochenendes befahrbar, quasi alles ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse, fast schon langweilig.

 

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So kamen alle glücklich und zufrieden wieder ins Schlössle und manchen war es vergönnt, im nur 5 Meter zum Schlössle entfernten Biosphärenreservat ein Schneewiesel zu sehen. Pünktlich um 18.00 Uhr bei Schnitzel und Pommes, wurde sich dann für den weiteren Verlauf des Abends gestärkt. Die Nacht der kurzen Gläser stand an und wer zu früh den Tisch verlässt, der wird auch als Mannschaftsbetreuer gerne mal von der eigenen Frau aus dem Bett geklingelt. Was bleibt, ist der Eindruck einer fröhlichen, glücklichen, zufriedenen und harmonischen Hockey-Gemeinschaft zweier befreundeten Clubs, die einfach eine gute Zeit miteinander hatte und dabei sehr viel gelacht hat. Natürlich ging es auch vereinzelt um den großen Hockeysport, die erreichten Titel des letzten Jahres, die Vorfreude auf die Feldsaison, die Analyse der schönsten Hallenböden in Baden-Württemberg und die Zukunftspläne des heimatlichen Clubs.

Tja, und dann ist es schon Sonntag und die Zeichen stehen auf Abschied. Schnell frühstücken, aufräumen, zahlen, zusammenpacken und wieder auf die Skier um den herrlichen Tag auf der Piste zu genießen. Dazu hat sich die komplette Truppe dann kurz nach 9.00 Uhr in Richtung Hohen Ifen aufgemacht um dort Spuren in den Schnee zu setzen. Da auch die Verwandtschaft des Reiseleiters ihr Auskommen benötigt, wurde sich natürlich zum Mittagsessen in der Auenhütte getroffen, um dort bei den nun mittlerweile sommerlichen Temperaturen, reichlich Flüssigkeit und Sportlernahrung aufzunehmen. Die Sonnenterasse war eindeutig in unserer Hand und erste Resümees wurden gezogen:

Das Wetter während der Hockeyskiausfahrt war spektakulär gut und wird von Jahr zu Jahr immer besser. Beim nächsten Mal nehmen wir den Bikini mit!
Mit den TSVlern aus Mannheim war es prima und hat gar nicht wehgetan
Das Beste an der dritten Skiausfahrt? Es gibt eine Vierte!!!!
Wir haben definitiv Lust auf Wiederholung

 

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Wer die anstehende GFS noch nicht begonnen hatte, machte sich auf den Rückweg über die leicht angestaute A7 mit Ziel Heimat. Aber auch die sportlich Ambitionierten kamen beim nachmittäglichen Skifahren noch auf ihre Kosten, bevor auch sie die große Sonne im kleinen Walsertal alleine untergehen ließen.

So blicken wir alle wieder auf ein Hockeyskiwochenende zurück, dass allen sehr, sehr gut gefallen hat. Ein Kurzurlaub, bei dem viele Eltern ihre Kinder sehr wenig gesehen haben und dabei alle zufrieden und glücklich waren. Das verlangt doch nach einer Wiederholung, nächstes Jahr machen wir wieder die ganze Hütte voll, haben hoffentlich viele neue Familien aus allen Jahrgängen mit dabei und natürlich auch wieder alle alten Hasen der letzten Jahre.


Somit freuen wir uns auf die traditionelle Skiausfahrt 2020 und halten uns das Wochenende vom 20.-22. März 2020 frei.


Bericht: die Sonnenskifahrer 2019 und Ehepaar Drauz, Bilder: diverse begabte Fotografen

 

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