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Saisonvorbereitung der Knaben B in Hamburg

Die Knaben B reisten vom 24.04. bis zum 27.04.2019 mit ihren Trainern Klemens und Konsti und reichlich familiärem Anhang nach Hamburg, um sich dort intensiv auf die kommende Feldsaison vorzubereiten.

 

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Dem ein oder anderen mag nun unter Umständen Goethes gerne zitierte Frage in den Sinn kommen: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?”. Wir können diese rückblickend ganz einfach beantworten:

Erstens: Wer in die Ferne reist, kann definitiv was erleben.
Und so erfuhren beispielsweise alle Mitreisenden am eigenen Leib die Vor- und Nachteile der Fahrt mit Auto oder Bahn. Doch ungeachtet aller Unterschiede der Verkehrsmittel: Alle kamen gesund und munter in Hamburg an und kehrten gesund und müde zurück nach Heilbronn.
Im Mittelpunkt der Reise stand natürlich intensives Hockeytraining:
Für die vormittäglichen Einheiten konnten die Felder des UHC genutzt werden, da die Hamburger zur gleichen Zeit freundlicherweise die Schulbank drückten.
Mit viel Spannung wurden die beiden vereinbarten Trainingsspiele erwartet.

 

Am Freitagnachmittag begegneten unsere Jungs mit sichtbarem Respekt und ebenso deutlicher Motivation dem ersten KB-Team des UHC. Recht schnell zeigte sich aber, dass die orangenen Heilbronner sich nicht unter Wert verkaufen wollten. Ein frühes Tor und schöne Spielzüge brachten die nötige Selbstsicherheit, die dafür sorgte, dass sich die beiden Teams auf Augenhöhe begegneten. Der Ausgleichstreffer kurz vor Ende des Spiels konnte nichts mehr daran ändern, dass unsere Jungs das Spielfeld zu Recht stolz verließen.

 

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Am letzten Vormittag unseres Aufenthalts stand ein Spiel beim Club an der Alster auf dem Programm. Die Gastgeber waren zu hundert Prozent ausgeschlafener als unsere Jungs. Gepaart mit cleveren Spielzügen und sehr schnellen, präzisen Pässen verhieß dies zunächst wenig Gutes. Mit einem 0:3 rettete man sich in die erste Pause, in der es offensichtlich eine wirkungsvolle Traineransprache gab. Den Gegnern wurde im zweiten Drittel weniger Raum gelassen und die Heilbronner spielten wacher und mutiger. Betrachten wir die Drittel im Einzelnen - wofür sich die Jungs nach dem Spiel entschieden – so erspielten sie in diesem ein zufriedenstellendes 2:3 (für andere stand es 2:6 – klingt aber tatsächlich nicht so gut...). Klemens und Konsti nutzten auch diese Pause offensichtlich sehr effektiv. Im letzten Drittel waren unsere Jungs hellwach, schossen zwei Tore, erhielten kein Gegentor (2:0 also) und erhielten von Klemens im Anschluss die Bestätigung, zuletzt “schönes, leckeres Hockey gespielt” zu haben.

 

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Neben allem Training blieb ausreichend Zeit für eine ausgiebige Hafenrundfahrt und zumindest “Sightseeing in Ansätzen”. Wie viele Informationen unsere Jungs letztendlich aufnahmen und inwieweit sich die Begeisterung der Erwachsenen für diese wunderschöne Stadt auf sie übertrug, ist vermutlich sekundär. Das Teamerlebnis aber wird definitiv in Erinnerung bleiben.
Als ein besonderes Erlebnis kann sicherlich auch die Übernachtung in der Jugendherberge verbucht werden. Jung wie Alt teilten sich 6er-Zimmer und interpretierten die Nutzung der Räume sehr unterschiedlich.

 

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Zweitens: Wer in die Ferne reist, hat besondere Begegnungen

Sowohl beim UHC als auch im Club an der Alster wurden wir ausgesprochen herzlich empfangen und wir lernten sehr gastfreundliche Menschen kennen.

Wir begegneten aber auch Altbekanntem: Sedat reiste extra früher zu seiner Trainingseinheit mit dem Ü55-Nationalteam an, um unsere Jungs bei beiden Spielen mental zu unterstützen. Das hat uns natürlich sehr gefreut!
Ansonsten wird sich möglicherweise der ein oder andere Hamburger nachhaltig an eine Horde von Kindern in blauen Pullovern mit orangener Schrift erinnern, die ihm auf der Straße oder in Bus und Bahn begegnete...

 

Drittens: Wer in die Ferne reist, weiß das Nahe erst zu schätzen

Beeindruckend waren die Anlagen und die Atmosphäre der beiden Hockeyclubs, die wir kennenlernen durften. Wir hatten vor allem beim UHC die Möglichkeit, in eine spürbare Clubtradition und ein aktives Clubleben einzutauchen. Aber – und jetzt kommt Goethe sehr deutlich ins Spiel – wir haben immer wieder festgestellt: auch wir haben ein wunderschönes Hockeygelände. Ebenfalls im Grünen gelegen und mit einem angrenzenden Park und idyllischen Bachläufen. Sicherlich alles ein bisschen kleiner und vielleicht noch nicht “ganz fertig”, aber dafür umso gemütlicher und trotzdem sehr lebendig.

 

Damit sollte doch eindeutig geklärt sein, warum es absolut Sinn macht, in die Ferne zu schweifen. Auch – oder gerade – wenn das Gute so nah ist.

 

Goethe lässt trotzdem noch nicht locker. Er hat zwei weitere passende Zitate parat:

“Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los.”
Stimmt. Wer hat eigentlich das Gerücht von Hamburgs Schietwetter in die Welt gesetzt? Und:
“Leider lässt sich eine wahrhafte Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken.”

Trotzdem tun wir es: Vielen Dank an unsere tollen Trainer Klemens und Konsti! Danke, dass ihr unseren Jungs – und allen Mitreisenden – diese unvergesslichen Erlebnisse ermöglicht habt. Danke, Klemens, dass wir von deinen Hockey-Kontakten nach Hamburg profitieren konnten und dass du uns so ortskundig und geduldig durch die Stadt geführt hast. Danke, Jens, dass du mit den zahlreichen Geschwisterkindern ein Extra-Training gemacht hast! Und danke, Kirsten, für die großartige Planung und Organisation des ganzen Ausflugs und die durchgehend liebevolle Betreuung von Groß und Klein.


Mitgereiste Knaben B:
Daniel, Fabian, Florian, Hannes, Henri, Henry, Leo, Levin, Matthias, Max, Maximilian, Tim und Tom

Bericht: Anne Baasch
Fotos: Eltern der Knaben B

 

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