TSG Heilbronn

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Es ist nicht neu und überaus löblich, dass die Jugend gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernimmt. So auch am Tag vor der mit Spannung erwarteten Bundestagswahl 2021.

Eigentlich sollte im Legasus-Hockeypark der TSG Heilbronn lediglich ein Regionalliga-Spiel der männlichen U14 ausgetragen werden. Doch was wir hier erleben, ist mehr als das. Hier, direkt neben dem Wahllokal, in dem der Heilbronner Osten seine Kreuze setzen wird, in dem die letzten Vorbereitungen getroffen, Griffel gespitzt, Wahlkabinen und –urnen zurechtgerückt werden, erleben wir eine vermutlich unbewusste Demonstration für all diejenigen, die gemeinhin als „die Unentschlossen“ betitelt werden.

Die, deren Unentschlossenheit darauf beruht, dass die Kraft der kleineren Parteien nicht eingeschätzt zu werden vermag, können hier lernen:

Nehmen wir fiktiv den TSV Mannheim als etablierte Partei, die Heilbronner Hockeytruppe als ihr aufstrebendes, aber noch verhältnismäßig kleines Pendant.

Beiden Parteien ist gemein, dass sie definitiv gesetzt sind, wenn es in der nächsten Woche um die Plätzeverteilung geht. Jeder will aber natürlich bis zuletzt um die Gunst der Fangemeinde buhlen, möglichst viele Punkte sammeln.

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Und so gehen die jungen Heilbronner mit vielen Ideen, Leidenschaft und Kampfgeist ins Rennen. Sie setzen ihr Gegenüber von Anfang an unter Druck und kommen bald zur Kenntnis, dass dieser offensichtlich von den vielen bisherigen Siegen zutiefst gesättigt scheint.

Alles in allem nutzen die Heilbronner Jungs zunächst absolut überzeugend ihre Chancen und so feiern die Mitwirkenden und Mitfiebernden zur Halbzeit einen verdienten 4:1-Vorsprung. Es wird bereits jetzt freundlich in die Kamera gelächelt, es werden die Anhänger gegrüßt, Dankesworte formuliert, Pläne für die Zukunft geschmiedet. Hier eine Diskussion, dort ein kurzes Interview. Nein, wirklich niemand hätte die Prognose gewagt, dass es tatsächlich eng wird für den großen Favoriten.

Genau diesem bleibt jetzt nur noch wenig Zeit, um letzte Punkte zu sammeln. Und so gibt es aus deren Reihen nochmals Appelle, Mahnungen und mutmachende Worte für den Endspurt. Man mag es kaum glauben! All dies reicht, um den Rückstand aufzuholen und man findet sich plötzlich in einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen wieder. Jetzt müssen Tiefschläge verkraftet und ein zermürbender Kampf ausgehalten werden. Das Ergebnis, ein letztlich ernüchterndes 4 zu 4, wird intern auszuwerten sein.

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Und was lernt der „Unentschlossene“?

Nun, auch wenn heute die Zeit für die Trendwende nicht gekommen war, so ist der Status quo doch angezählt. Selbstbewusstsein, mentale Stärke und eine breitere Basis werden zur gegebenen Zeit die nötigen Veränderungen begleiten.

Und es braucht den Mut, Farbe zu bekennen:

Ich setze mein Kreuzchen schon jetzt auf jeden Fall bei blau-orange!

Aufgestellt waren:

Anton (TW), Daniel, Fabian, Hannes, Henri, Henry, Leo, Levin (TW), Matti, Max, Maximilian, Niclas, Nils, Tim und Tom

Den Vorsitz teilten sich:

Georg, Klemens und Uwe, die in großer Übereinstimmung die Marschrichtung vorgaben. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass sie situativ und stets gemäßigt sowohl die linke als auch die rechte Spur forderten und dabei den Weg über die Mitte nicht ausschlossen.

Neutral ausgezählt hat:

Philipp K. – ein herzliches Dankeschön im Nachhinein. Jetzt kann es ja nicht mehr als Bestechung ausgelegt werden.

Beobachterin und Schriftführerin:

Anne Baasch

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