TSG Heilbronn

1. HERREN: NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN

Am Sonntag, 13.01. waren alle aktiven Mannschaften von Heilbronn im Einsatz. Die 2. Herren hatten ihren letzten Spieltag in der heimischen Schuttrainhalle, die Damen waren im verschneiten Villingen zu Gast und die 1. Herren reisten zum Spitzenspiel nach Karlsruhe. Alle Mannschaften waren natürlich heiß, wie der verzehrte Weihnachtsbraten und wollten ihre Schneeballschlachten für sich entscheiden.

Halle1 20182019

Nach zwei Trainingseinheiten und einem Testspiel gegen unsere Freunde aus Bietigheim ging es zum Spitzenspiel gegen den punktgleichen Tabellenführer aus Karlsruhe und unserem alten Bekannten Lukas Wagner. Für das Top-Spiel kramte unser Trainer Michi Kindel extra sein Champions-League-Outfit aus dem Schrank und motivierte uns bis in die Haarspitzen.

Die Nervosität war uns in den ersten Minuten deutlich anzumerken und Karlsruhe nutze dies, passend zum Wetter, eiskalt aus. Wir waren in den ersten Minuten noch im Winterschlaf und die Karlsruher spielten uns mit Doppelpässen aus, als wären wir erstarrte Schneemänner. Nach dem 0:2 tauten wir so langsam auf und erzielte den 1:2 Anschlusstreffer. Mike Römer konnte nach einer schönen Kombination über Klemens und Yann ins leere Tor einschieben. Mit zunehmender Spielzeit kamen wir besser ins Spiel. Der nächste Schneeball landete jedoch wieder in unserem Tor und es stand 1:3. Fünf Minuten vor der Pause gab Michi uns eine Pause in der Schneeballschlacht und warnte vor den schnellen Angriffen der Karlsruher.

Nach der kurzen Verschnaufpause konnte unser Capitano Marco Müller, seinen Gegenspieler aufs Glatteis führen und mit der Rückhand das 3:2 erzielen. Jetzt hatten wir den Gegner etwas besser im Griff und schossen durch eine Eckevariante über Klemens Barthle den Ausgleich. Der Schneeball war so hart geschossen, dass er unserm altem Freund Luki, auf der Linie, vom Schläger rutschte. Mit einem 3:3 ging es zum wohlverdienten Pausentee.

Das präzise und schnelle Spiel von den Karlsruhern ließ etwas nach in der zweiten Halbzeit. Jedoch konnten wir das nicht ausnutzen und durch einen leichtsinnigen Ballverlust in der Abwehr ging Karlsruhe erneut in Führung. Diese hielt nicht lange, denn genau wie im Hinspiel, hämmerte Bino bei einer kurzen Ecke den Ball in die Maschen. Da beide Mannschaften hier voll auf Sieg spielten, ging es zwischen beiden Seiten hin und her. Karlsruhe erzielte in der 53. Minute, ebenfalls durch eine kurze Ecke den 5:4 Zwischenstand. So langsam ging es in die heiße Phase und die Anspannung stieg Richtung Höhepunkt. Als noch 3 Minuten auf der Uhr waren, kam unser Old but Gold „Wede“ als 6. Feldspieler auf die Platte. Linus Heller, unser Torwart, bekam von Michi eine Zwangspause, denn mit 0 Punkten wollten wir nicht aus Karlsruhe heimfahren. Der Krimi konnte also beginnen und der Puls stieg bei einigen Zuschauern in den roten Drehzahlbreich.

Wenn wir jetzt einen Fehler machen, ist es eigentlich vorbei, dachte sich jeder. Wie es kommen musste, konterte uns der KTV aus und schob die Kugel ins leere Tor. Der Spannungsbogen war dadurch eigentlich beendet und der ein oder andere Zuschauer spielte mit dem Gedanken vor Spielende zu gehen, um schnell aus der Halle und ohne Stau vom Topspiel nach Hause zu kommen.

Doch der Krimi sollte in den letzten 32 Sekunden eine andere Wendung nehmen. Wir bekamen kurz vor Schluss ein kurze Ecke und Marco übernahm die Verantwortung und schoss den Ball bei 32 verbleibenden Sekunden ins Karlsruher Tor. Wir waren noch ein Tor hinten und hatten noch eine halbe Minute. Bis der Ball auf der Mittellinie lag, dauerte es 14 Sekunden und Karlsruhe stieß 18 Sekunden vor Ende an.

Einmal zurück zur Verteidigung und dann nochmal ins leere Tor schießen, dachten sich die Karlsruher. Der Plan ging nicht auf und sie verfehlten unser leeres Tor. Es waren noch 7 Sekunden auf der Anzeigetafel. Es war eigentlich klar, wer der Mörder war. Aber dann kamen Wede und Yann ins Spiel. Ein Ball von Legende Wede diagonal durch die ganze Halle fand Yann im Schusskreis, der drehte sich auf dem Bierdeckel raus und verwandelte zum 6:6. Als der Ball über die Linie rollte waren noch 2 Sekunden auf dem Tacho.


Die Freude bei uns war natürlich riesig und Champions-League-Coach Michi Kindel hüpfte wie ein Flummi durch die Halle und suchte den Passgeber vom Lucky-Punch. Für uns fühlte es sich fast wie ein Sieg an, doch am Ende ist es trotzdem nur ein Punk und die Ausgangslage bleibt gleich. Karlsruhe bleibt Tabellenführer mit der selben Punktzahl und einem Differenzvorsprung von 8 Toren.

Beide Mannschaften haben noch vier Spiele und mal abwarten, wer im großen Krimi die Nase vorne hat.

Bericht: Klemens Barthle

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